Medeas Irrgarten

ein interaktives Hörspiel/ein hörbarer Irrweg – über Kopfhörer nachgeh- und mithörbar unter: https://medeastoechter.at/audio/

Solidarisch ist, wer zuhause bleibt. Kunst- und Kulturinstitutionen müssen schließen, sie sind Freizeitvergnügungen. Geschäfte aller Art sind geöffnet, um Kapitalflüsse nicht zu behindern.

Aber MEDEAS TÖCHTER* können nicht zuhause am warmen Ofen sitzen und warten, bis der Spuk vorbei ist. Sei es, weil sie keinen warmen Ofen haben, sei es, weil sie die Herrschaftsverhältnisse nicht mehr ertragen.

MEDEAS TÖCHTER*, das sind junge Frauen*, deren Sichtbarkeit und Einflussnahme auf die Gesellschaft aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder politischen Ansichten in den Hintergrund gedrängt werden. Ihre Stimmen, Gesichter, Körper und Gedanken sollen im Verborgenen bleiben, während auf ihrem Rücken Politik gemacht wird.

Bereits im letzten Lockdown haben MEDEAS TÖCHTER* sich nicht der erzwungenen Untätigkeit unterworfen. Neben vielen anderen Projekten entstand MEDEAS IRRGARTEN, ein interaktives Hörspiel/ein hörbarer Irrweg – über Kopfhörer nachgeh- und mithörbar. Wir erzählen Irrwege rund um die Welt von Frauen*, Geschichten seit dem Ende des Matriarchats bis zum Lockdown 2020.

Auch wenn wir die Türen zu den Theatern schließen müssen, Türen zu jenen Räumen, in denen ein Diskurs stattfinden kann und unterdrückte Stimmen hörbar werden, verstummen wir nicht.

Am Mittwoch, den 18.11. um 20.00 Uhr veröffentlichen wir MEDEAS IRRGARTEN unter: https://medeastoechter.at/audio/

Kopfhörer rein, Internetempfang sicherstellen und losspazieren … Dann wird es nicht still.

Sounddesign und Musik: Uwe Felchle

Konzept und Regie: Aslı Kışlal

Texte von: Tunay Önder, Aslı Kışlal, Ruchi Bajaj, Jona Moro, Charlotte Zorell

Dramaturgie: Anna Schober

Assistenz: Shabnam Chamani

Sprecherinnen*: Ruchi Bajaj, Vahidenur Caf, Shabnam Chamani, Tanja Josic, Jona Moro, Charlotte Zorell

Eine Shift-Produktion in Kooperation mit dem Dschungel Wien

Medeas Töchter*

Eine digitale Führung durch eine isolierte Welt auf www.medeastoechter.at


MEDEAS TÖCHTER*, das sind junge Frauen*, deren Sichtbarkeit und Einflussnahme auf die Gesellschaft aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder politischen Ansichten in den Hintergrund gedrängt werden. Ihre Stimmen, Gesichter, Körper und Gedanken sollen nicht gehört und gesehen werden. Auf ihrem Rücken wird Politik gemacht, sie sind aber nicht Teil davon.

Seit September 2019 arbeiten wir den griechischen Mythos der Medea auf und schreiben gemeinsam mit der Rapperin Esra Özmen, der Slampoetin Yasmo und der Autorin Tunay Önder unsere eigenen Medea-Geschichten. Dabei entsteht ein Manifest, das Geschichten von Mädchen* und jungen Frauen* an die Oberfläche bringt, die noch ungehört sind. Es geht um eine Zukunft, in der diese jungen Frauen* die Stadt lenken und leiten werden. Eine Vision, die zur Wirklichkeit wird.

Für unseren Premierentermin am 15. Juni 2020 suchen wir derzeit ständig neue, legale und gesundheitlich vertretbare Ausdrucksmöglichkeiten. MEDEAS TÖCHTER* schicken aus ihren aktuellen Aufenthaltsorten Videos, Texte und Tonaufnahmen, sie tanzen, brüllen, performen, sprechen. Das gesammelte Material veröffentlichen wir hier.

Alle TÖCHTER* MEDEAS sind eingeladen mit uns laut zu sein! Wenn Ihr Lust habt, ein Video zu drehen, schicken wir Euch alle Infos.

Meldet Euch unter medeastoechter@gmail.com

Eine Shift-Produktion in Kooperation mit dem Dschungel Wien

 

Leitung: Magdalena Chowaniec, Corinne Eckenstein, Aslı Kışlal

Schreibwerkstatt: Yasmin Hafedh, Esra Özmen

Text: Tunay Önder

Dramaturgie: Anna Schober

Chorarbeit: Hannah Heckhausen

Produktion: Anna Sonntag

Assistenz: Katharina Fischer, Lilly Pfalzer, Adrea Nalin

Performer*innen: Gökce Aköz, Ebru Aksit, Ruchi Bajaj, Sahan Berna, Elif Bilici, Vahide Caf, Irem Yeser Coskun, Nina Dafert, Kavut Holly Demet, Gülnur Dermikoca, Anna Fenderl, Martina Forstner, Jessica Frank, Daphne Fürlinger, Eli Gebhart, Vasfiye Goecen, Tamalynne Grant, Anna Gromova, Paulin Häfner, Elena Halkias, Aysen Hofstätter, Flora Hölzl, Ramon Isabel, Tanja Josic, Lena Kaiser, Yasmin Karabacak, Annamaria Kemanjian, Michaela Khom, Yuria Knoll, Lara Kofler, Marinela Kostic, Cecilia Kukua, Vicky Kunz, Martina Laimer, Milena Leeb, Lilie Lin, Canan Keskinöz Linneweh, Yasmin Maatouk, Lisa Mackner, Wasan Majeed, Franka Mascha, Valeria Menia, Johanna Mettnitzer, Caroline Elisabeth Mirkes, Ines Miro, Jona Moro, Ivana Nikolic, Shirin Öksüz, Hannah Plachel, Wanda Purtscheller, Laura Rameis, Ana Maria Rodrigues, Yvonne Schamilow , Lili Schandl, Tekla Scharwaschidze, Christine Schörkhuber, H. Ezgi Karakaş Schüller, Chiara Seidl, Sophia Steinbruckner, Marlene Tamir, Günin G.Tavlas, Magdalena Tichy, Bianca Tornea, Meli Toupaj, Christina Ulrich, Mirjam Weißbacher, Silvia Weitlaner, Lucie Zelnicek, Jenni Zenz, Charlotte Zorell

Homepagegestaltung/Grafikdesign: Barbis Ruder

Fotos: Rainer Berson

Marathon of the Believers


 

“Please don’t shoot, we are making ART here!”

2003 schrieben die Studierenden der Kunstuniversität Bagdad diese Botschaft an die Amerikaner auf das Dach des halb zerstörten Irakischen Nationaltheaters. 2020 schreibt der Student von damals dieselben Worte an das Hamakom Wien.

Marathon of the Believers erzählt die Geschichte eines Landes, in dem sich durch den Sturz eines Diktators ein Machtvakuum auftut, aus dem die ganze Welt Profit schlägt. Es erzählt die Geschichte einer Stadt, in der sich alle Wahrheiten verschieben. Von Menschen, die ihren Glauben verlieren und jenen, die auf Erlösung von oben hoffen. Von einem Regisseur, der versucht in Wien anzukommen.

 

Mit: Kari Rakkola, Deborah Gzesh, Ali Al-Fatlawi, Wathiq Al-Ameri, Ali Daim, Abdallah Shmelawi.

Text & Regie: Abdallah Shmelawi

Inszenatorische Begleitung: Aslı Kışlal

Dramaturgie & Übersetzung: Yara Al-Hajali, Anna Schober

Musik: Uwe Felchle

Choreographie: Ali Daim

Dramaturgische Unterstützung: Wamidh Al-Ameri, Ali Al-Fatlawi

Regieassistenz: Luna Al-Mousli

 

 

Vorstellungen im Theater Nestroyhof / Hamakom:

11.2., 13.2., 14.2., 15.2., 16.2. 2020, 20.00 Uhr

Tickets: T: +43 1 8900314

tickets@hamakom.at

Nestroyplatz 1, 1020 Wien

Abendkassa 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

www.hamakom.at

 

Eine Produktion von diverCITYLAB – ARTIST IN RESIDENCE in Kooperation mit dem Theater Nestroyhof / Hamakom.

Wir danken Basis.Kultur.Wien für die Unterstützung.

 

Was ihr wollt

Liebe im Zeitalter von Tinder und Instagram


Eine Schiffskatastrophe spült die junge Viola an die Küste Illyriens. Sie verkleidet sich als Mann und wird zur Projektionsfläche unerfüllter Sehnsüchte und Hoffnungen der BewohnerInnen, was diese zu Maßlosigkeiten und Verrücktheiten treibt. Viola wird Teil einer satten Welt der Selbstinszenierung, in der alle auf der Suche nach Liebe und Anerkennung sind, aber nicht direkt miteinander kommunizieren. Sie surfen durch Tinder und posten Selfies auf Instagram, während sie einander auf Facebook stalken. Liebe im Zeitalter von sozialen Medien macht zwar vieles möglich, aber wie weiß man, ob die Person auf dem Profil wirklich die ist, als welche sie sie ausgibt? Niemand weiß, wer der/die andere und wer man selbst wirklich ist.

Was bedeutet Liebe überhaupt? Was ist Wunsch und was ist Wirklichkeit? Auf der Suche nach einer Antwort setzt jede/r sein/ihr Herz aufs Spiel. Ein wundervoll skurriles Spiel mit Rollenklischees, Verkleidung und Verwirrung der Identitäten, in einer Welt zwischen Illusion und Wirklichkeit.

Eine Kooperation mit Dschungel Wien

Autor: William Shakespeare

Übersetzung: Thomas Brasch

Regie: Corinne Eckenstein

Bühne: Hannes Röbisch

Kostüm: Devi Saha

Musik: Uwe Arthur Felchle

Dramaturgie: Anna Schober

Regieassistenz: Kyra Lisa Peters

Ausstattungsassistenz: Lena Mader

Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag, Berlin

Mit: Asin Alev, Ruchi Bajaj, Vahidenur Caf, Tanja Josic, Bekim Morina, Johanna Moro, Dali Nikolic, Mirkan Öncel, Akrm Shir, Charlotte Zorell

 

Vorstellungstermine im Dschungel Wien

DO   19.9.      19:30

FR     20.9.      19:30

SA     21.9.      19:30

MO  23.9.      10:30

DI     24.9.      10:30

 

DI     10.12.   19:30

MI    12.12.   10:30

DO   13.12.   10:30 + 19:30

FR     14.12.   10:30

 

Tickets: https://www.dschungelwien.at/

Fotos: Rainer Berson

diverCITYLAB perFORMt und präsentiert seine Absolvent*innen


Mit der Abschlussarbeit „Es war einmal“ unter der Regie von Filmemacher Hüseyin Tabak hat unser Abschlussjahrgang 2019 gemeinsam mit einem fantastischen Team 8 Kurzfilme in weniger als 9 Tagen realisiert. Wir freuen uns, als Abschluss ihres Studiums einen Hybridversuch zwischen Kinoleinwand und Theaterbühne zu präsentieren.

Ein weiteres Highlight ist die Premiere des Kurzfilms „Die Möwe und ich“ der Regisseurin Nina Kusturica. Dieser Film entstand  im Rahmen eines Workshops mit mit den Absolvent*innen des Jahres 2017.

Die Performance „50 Shades of me“ unserer Absolventin Melike Yagiz kommt ebenfalls zur Uraufführung.

Es war einmal… 

8 Kurzgeschichten für Leinwand und Bühne

Isi, ein junger Mann in seiner „letzten“ Nacht…
Bella, eine verfolgte junge Frau mit einem Geheimnis…
Martina, eine Frau am Rande der Gesellschaft, die ihre Hoffnung kreuzt …
Leyla, eine Schauspielerin, die ihre Grenzen durchbricht…
Kaya, ein einsamer Autor, der keine Kondome zuhause hat…
Derya, eine liebende Mutter, die durch ein Geschenk dem Teufel in sich entgegen tritt…
Darian, ein Boxer, der in der U-Bahn eine schicksalshafte Begegnung mit dem Tod macht…
und Lara, die wahrscheinlich die außergewöhnlichste Lasagne der Welt auf den Essenstisch zaubert.

mit: Ahmet Ağgün, Duygu Arslan, Barča Baxant, Sayyed Javid Hakim, Christina Lindauer, Onur Poyraz, Isabella-Nora Händler, Melike Yagiz
und: Onur Caḡdas Şahan, Hakan Çepelli, Yüsa Durak, Vedran Kos, Nazey Tuncer

Regie und Drehbuch: Hüseyin Tabak
Theaterregie: Aslı Kışlal
Kamera: Gabriel Krajanek
Ton: David Almeida-Ribeiro
Musik: Judith Varga u.a.
Schnitt: Tabea Hannapel, Fabian Rüdisser
Produktionsleitung: David Schabasser-Diaby
Assistenz: Mohanad Suwaed

Die Möwe und ich

Kurzfilm basierend auf dem Stück „Die Möwe“ von Anton Tschechow

Fünf Frauen, fünf Männer und zwei humanoide Roboter im Mikrokosmos einer aufgelassenen Anstalt im Jahr 2092. Eifersucht, Liebe, künstlerischer Erfolg und Misserfolg bestimmen das Miteinander während jeder für sich dem eigenen Traum nachjagt. Die kleinen persönlichen Dramen verschmelzen zu einem Ganzen und ergeben einen Zustand, der für einige unerträglich wird.

mit: Zeynep Alan, Bircan Batir, Elif Bilici, Ayse Bostanci, Jonathan Fetka, Fahim Heydari, Tanju Kamer, Berk Kristal, Onur Caḡdas Şahan, Dilan Sengül, Hilal Uysal, Ines Miro.

Regie: Nina Kusturica
Kamera: Michael Schindegger
Musik: Uwe Felchle u.a.
Ausstattung: Sandra Moser
Ton, Postproduktion Ton: Andreas Pils
Schnitt, Postproduktion Bild: Karin Klimitsch

50 Shades of me

Performance von Melike Yagiz für Euch

Alles was ich zu sagen habe, spare ich mir für die Bühne auf. Ihr bekommt die Sätze, die Ihr Euch wünscht. Nach der Vorstellung dürft Ihr die schönsten von ihnen mit nach Hause nehmen.

Programm im METRO Kinokulturhaus

15. Juni
18.00 Die Möwe und ich, Dauer: 40min
19.30 Es war einmal…, Dauer: 80min
& 50 Shades of me, Dauer: 10min

16. Juni
19.00 50 Shades of me,  Dauer: 10 min
& Es war einmal…, Dauer: 80 min

17. Juni 
19.00 Die Möwe und ich, Dauer: 40min
20.00 Es war einmal…, Dauer: 80 min

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien
Tickets: reservierung@filmarchiv.at oder +43 1 512 18 03 (täglich 15:00-21:00)

Gefördert vom Österreichischen Filminstitut und der Stadt Wien.

Nirgends in Friede. Antigone.

Österreichische Erstaufführung

Welcher Mensch hat das Recht auf ein würdiges Leben ohne Hunger und in Frieden? Wer das Recht zu überleben und wer stirbt dafür?

„Nirgends in Friede. Antigone.“ bedient sich der sophokleischen Vorlage um diese Fragen zu stellen. Aus der Festung Theben wird die Festung Europa an deren Außengrenzen der Krieg tobt. Der Wächter Frontex versucht sie zu verteidigen, während der Machthaber Kreon an einer Demokratie festhält, von der er schon lange nicht mehr weiß, was sie bedeuten könnte. Antigone wird zum Symbol für Frauen, die Widerstand leisten. Antigone ist Aktivistin, Kämpferin, Berichterstatterin, Demonstrantin, Attentäterin, Flüchtende, Helferin, Frau.

Mit „Nirgends in Friede. Antigone.“ beendeten die Studierenden des Abschlussjahrgangs 2017 der diverCITYLAB-AKADEMIE ihre vierjährige praxisorientierte Performance- und Schauspielausbildung.

Mit: Zeynep Alan, Elif Bilici, Ayşe Bostancı, Jonathan Fetka, Tanju Kamer, Ines Miro, Onur „Cağdaş“ Şahan

Autorin: Darja Stocker
Regie: Corinne Eckenstein
Musik: Uwe Felchle
Bühne: Markus Liszt
Kostüm: Ingrid Leibezeder
Dramaturgie: Anna Schober
Regieassistenz: Sandra Moser
Regiehospitanz: Philipp Moritz
Ausstattungshospitanz: Alaz Deniz Köymen
Dramaturgiehospitanz: Sophie Mashraki
Produktion: Alenka Breitfuss